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Wie wird eine Thüringer Bratwurst richtig gebraten (gegrillt)?

Thüringer Bratwurst grillen oder braten? Die Entscheidung ist jedem selber überlassen. Um allen ein wenig Appetit zu machen, haben wir ein Zeitraffervideo über das grillen (braten) der Thüringer Rostbratwurst gestaltet.

Die Thüringer Rostbratwurst ist eine mittelfeine Bratwurst im engen Naturdarm, roh oder gebrüht, mit herzhaft würziger Geschmacksnote. Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahre 1404. Im Rudolstädter Staatsarchiv ist eine Abrechnung des Arnstädter Jungfrauen-Klosters aufbewahrt, die unter anderem auch einen Posten “darme czu bratwurstin” (Bratwurstdärme” enthält. Das älteste Rezept stammt aus der “Ordnung für das Fleischerhandwerk zu Weimar, Jena und Buttstädt” vom 2.Juli 1613. Die Thüringer Bratwurst ist nach europäischem Recht geschützt und wird ausschließlich in Thüringen hergestellt.

Rostbratwurst und Rostbrätel sind die Spitzenreiter der Thüringer Küchenspezialitäten Thüringer Originalund von Garten-, Volks- und Sommerfesten in Thüringen nicht wegzudenken. Rostbrätel und Rostbratwürste sind natürlich am aromatischsten, wenn sie auf dem Rost gebraten werden. Dort entwickeln sie über der Holzkohleglut ihren einzigartigen Duft und Geschmack. Damit die Würste schön knusprig werden, muss man sie ab und zu wenden und mit kaltem Wasser (oder gern auf mit Bier) bespritzen. Sie schmecken gut zu Sauerkraut oder Rotkohl – der Thüringer allerdings isst sie am liebsten mit Senf im Brötchen.

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Vorratshaltung spart Zeit und Geld – Lebensmittel in der Speisekammer, Kühlschrank oder Keller aufbewahren

Thüringer Wurst Vorratspaket
Durch nahezu unbegrenzte Möglichkeiten im Lebensmittelhandel ist die Vorratshaltung immer mehr in Vergessenheit geraten. Dabei spart eine richtige Vorratshaltung von Lebensmitteln viel Zeit, schont den Geldbeutel und ist in Notsituationen mehr als hilfreich.

Im Idealfall werden die Lebensmittelvorräte so angelegt, dass sich daraus Mahlzeiten für mehrere Tage bestreiten lassen. Dann ist es kein Problem, wenn mal überraschend Gäste kommen oder ein Einkauf unvorhergesehen ausfallen muss. Der größte Sparfaktor ist aber, dass man bei einer gezielten und zentralisierten Vorratshaltung viel mehr im Blick hat welche Mengen noch vorhanden sind, wann etwas abläuft und dadurch weitaus weniger wegwirft. Durch ein bisschen Planung und einen gezielten Einkauf kann so jeder seine Ausgaben für Lebensmittel drastisch senken. Durch das Bevorraten und Einlagern mit saisonalen und regionalen Produkten kann man so auch außerhalb der Saison die Vielfalt regionaler Lebensmittel nutzen und muss nicht auf Produkte aus Übersee zurückgreifen, wodurch die Umwelt geschont wird.

Aber es gibt noch mehr Gründe, weshalb Vorratshaltung sich lohnt. Vorratshaltung schafft zum Beispiel auch Freiräume durch Zeitverlagerung: einmal kochen und einfrieren, mehrmals essen mit wenig Vorbereitungszeit. Selbsteingefrorene Vorräte lassen sich gut vorportionieren. Vorräte selber herstellen kann ein kreatives Hobby sein und gibt gleichzeitig Sicherheit über die Herkunft der Lebensmittel. Vorratshaltung macht zudem unabhängig von Preisschwankungen und Ladenöffnungszeiten, aber auch vor unvorhersehbaren Situationen wie einem Stromausfall, Schneechaos, Hochwasser usw.

Eine umfangreiche Vorratshaltung führt auch dazu, dass die Häufigkeit von Einkäufen minimiert werden kann. So muss man mit ein bisschen Planung nicht mehr jede Woche einkaufen gehen, sondern es genügt seine Vorräte, bis auf wenige frische Waren, nur alle 14 Tage oder seltener nachzufüllen. Und kommt kurzfristig Besuch vorbei, ist man immer vorbereitet und kann spontan etwas anbieten. Dadurch vermeidet man eine Menge Stress.

Worauf ist bei der Vorratshaltung von Fleisch und Wurstwaren zu achten?

Rohwürste wie beispielsweise die Thüringer Knackwurst, Salami oder Eichsfelder Feldkieker können gut gelagert werden. Ideal dafür sind kühle, luftige und nicht zu trockene Räume. Am besten ist es, sie an einer Stange aufzuhängen. Völlig ungeeignet ist die trocken-warme Luft der modernen Zentralheizung, die einen großen Beitrag zur Beendigung vieler Hausschlachtungen geleistet hat, weil die Wurst oft verdorben ist.

Offene Lagerung im Kühlschrank soll vermieden werden, da dies zu deutlichen Geschmacksbeeinträchtigungen führt. Bewährt hat es sich allerdings, die Wurst dick in Zeitungspapier einzuwickeln. So läßt sie sich im Gemüsefach des Kühlschrankes monatelang lagern.

 Für die meisten lagerfähigen Lebensmittel ist ein Keller der perfekte Aufbewahrungsort. Wer keinen geeigneten hat, muss auf die Wohnung ausweichen. Der ideale Platz zur Lagerung von trockenen Vorräten wie Nudeln, Mehl und Salz ist ein kühler, trockener, nach Norden ausgerichteter, nicht zu heller Raum.

Rückblick: In früheren Jahrhunderten diente die Vorratshaltung dazu in Notzeiten nicht verhungern zu müssen. Sie war also lebensnotwendig. Zusätzlich sorgte die Vorratshaltung dafür, dass man während des Winters, aber auch im Frühjahr auf genügend Lebensmittel zurückgreifen konnte, die in dieser Zeit im Garten oder im Handel nicht angeboten wurden. Der Zweck der Vorratshaltung hat sich heute gewandelt. Lebensmittel aller Art werden das ganze Jahr über angeboten und die Wahrscheinlichkeit in unserer Gesellschaft zu verhungern ist äußerst gering. Dennoch hat die Vorratshaltung im Privathaushalt weiterhin einen hohen Stellenwert: zum Einen erleichtert sie die Organisation im eigenen Haushalt enorm, zum Anderen lässt sich durch eine organisierte Vorratshaltung auch viel Geld sparen. Dieser Aspekt gewinnt gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mehr und mehr an Bedeutung.

 

 

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Wir machen Hausschlachtung, und haben Leberwurst eingekocht. Bei manchen Gläsern ist das Fett nicht oben im Glas sondern unten. Wodurch kann das passieren?

Das Einkochen von Wurstwaren wird sehr gern gemacht, um die Wurst haltbar zu machen ohne einen Geschmacksverlust in Kauf zu nehmen. Es kann verschiedene Ursachen haben warum das Fett bei einer Wurst im Glas unten und nicht oben ist. Zum Beispiel kann es daran liegen, dass die Kesseltemperatur nicht an jeder Stelle gleich war. Diese sollte konstant 100°C betragen. Eine andere Ursache könnte sein, dass die Masse nicht gleichmäßig durchgemengt wurde. Denn befindet sich an einer Stelle zuviel magere Masse, sickert das Fett nach dem -Kochen nach unten.

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Warum muss ein Stück Fleisch ruhen bzw. abgehangen sein?

Rindfleisch besitzt im Vergleich zu dem Fleisch anderer Schlachttiere eine festere Konsistenz. Diese ist bedingt durch stärkere Muskelfasern und hitzestabiles Kollagen, einem Bestandteil des Bindegewebes. Je älter das Tier und je mehr die einzelnen Muskelpartien beansprucht werden, desto fester sind die Muskelfasern und desto mehr stabilisierende Quervernetzungen entstehen im Kollagen. Durch das Abhängen (Fleischreifung) werden die kräftigen Muskelfasern aufgelöst: Das Fleisch wird zart und saftig. Gleichzeitig entstehen Geschmacksstoffe, die das typische Fleischaroma bewirken. Bei Rindfleisch dauert die Reifung mindestens zwei Wochen. Als Zartmacher für das Bindegewebe bieten sich zudem Marinaden an. Die Säurekomponente in ihnen spaltet die Quervernetzung des Kollagens auf. Für Marinaden geeignete Säuregrundlagen sind Wein, Essig oder Buttermilch.

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Wie wendet man den Schmetterlingsschnitt richtig an?

Der Schmetterlingsschnitt bezeichnet eine Technik zum Schneiden von Filets, Steaks und Schnitzeln um besonders große Stücke zu erhalten.

Dabei wird eine quer zur Faser geschnittene Fleischscheibe von der doppelten gewünschten Stärke auf eine harte Unterlage gelegt, mit der flachen Hand von oben festgehalten und mit einem sehr scharfen Messer waagerecht in zwei gleich dünne Scheiben zerteilt – jedoch nicht vollständig durch geschnitten, sondern so, dass sie an einer Seite miteinander verbunden bleiben. An dieser Seite wird von außen noch ein nur wenige Millimeter tiefer Schnitt entgegengesetzt. Nun kann das Fleischstück zu doppelter Größe auseinandergefaltet werden. Meist wird es anschließend noch leicht mit dem Fleischklopfer plattiert.

Der Schmetterlingsschnitt ist beispielsweise beim Wiener Schnitzel üblich, um eine dünn geschnittene, aber ausreichend große Fleischportion in einem Stück zubereiten zu können.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit bei der das Fleischstück anschließend wieder zugeklappt wird ist beim füllen von Cordon bleu oder bei der Zubereitung eines Braumeistersteaks.